Der Untergang des Römischen Reiches

Landesausstellung in Trier
Das römische Imperium war gewaltig. Es nahm auf seinem Höhepunkt ein riesiges Gebiet ein, das die meisten Teile des heutigen Europas, Nordafrikas sowie des Nahen Ostens umfasste. Nur dank intelligenter Führung, einer straffen Verwaltung und innovativer Infrastruktur konnte es Jahrhunderte überdauern. Und trotzdem ging das Römische Reich unter – aber warum und wie? Die große Landesausstellung widmet sich, verteilt auf drei Museen in Trier, dieser Frage.
Das Rheinische Landesmuseum zeigt auf 1.000 qm Ausstellungsfläche die entscheidende Epoche des Römischen Reiches im 4. und 5. Jahrhundert. Anhand internationaler Spitzenexponate entsteht ein lebendiges Bild vom Zerfall des Imperium Romanum und seinen Ursachen. Dazu zählen zweifellos die blutigen, innerrömischen Machtkämpfe zwischen den Kaisern und Gegenkaisern. Die schleichend schwindende kaiserliche Zentralgewalt bringt neue machthungrige Widersacher wie regionale Warlords ins Spiel. Neben den zunehmend chaotischen Machtverhältnissen ist es auch die wechselvolle Beziehung zwischen Barbaren und Römern, die sich verhängnisvoll entwickelt. Die unter dem Begriff „Völkerwanderung“ gefassten Prozesse und Ereignisse werden unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse in ihren historisch-römischen Kontext gesetzt.
Der Blick des Museums am Dom richtet sich insbesondere auf die Mosel- und Rheinregion von den Anfängen des Christentums bis ins 7. Jahrhundert. Die Ausstellung vermittelt örtliche Kontinuität und Brüche in der Weitergabe der römischen Zivilisation und vor allem, welche Rolle die Christen dabei spielten. In die bewegten Zeiten des untergehenden Römischen Reiches fällt auch der Aufschwung des christlichen Glaubens. Die Kirche und ihre Bischöfe wussten das langsam entstehende Machtvakuum zu nutzen und übernehmen zunehmend auch weltliche Aufgaben, die ihren politischen Einfluss stärkten. In kaum einer anderen Stadt lassen sich die Anfänge des Christentums so gut nachvollziehen wie in Trier. Die Ausstellung wird u.a. archäologische Funde aus den Gräbern wie Seidenstoffe, echten Purpur und golddurchwirkte Gewänder präsentieren, die die christlichen Eliten im 4. Und 5. Jahrhundert kennzeichnen. 
Das Stadtmuseum Simeonstift beleuchtet das Fortleben des Römischen Reiches in der Kunst- und Kulturgeschichte, wo es bis heute als Maßstab für Macht, Kultur und Zivilisation gilt. Die künstlerische Rezeption dieses Themas lässt sich über Jahrhunderte hinweg nachverfolgen und stellt einen Spiegel der jeweiligen Geschichts- und Weltbilder dar. Von der Mythisierung des Untergangs durch die spätantiken Kirchenväter leitet der Rundgang zum 19. Jahrhundert, in dessen Vorstellung der Untergang Roms Unabhängigkeit und Freiheit für ehemals Beherrschte bedeutete. Der aufkeimende Nationalismus führte zu zahlreichen Darstellungen der jeweiligen „Helden“, die „ihr“ Land gegen die „römische Unterdrückung“ verteidigen – wie etwa Arminius in Deutschland, Vercingetorix in Frankreich oder Boudicca in England. Diese Bilderwelt führt bis ins 20. Jahrhundert, wo sie weitergeführt, übersteigert und pervertiert wurde.
Das modern wirkende Mehring wurde oft zerstört. 1840 brannte das halbe Dorf ab, 1945 wurden ganze Straßenzüge zerbombt und in den 60er Jahren mussten im Zuge der Moselkanalisierung 73 Gebäude abgerissen werden. Die alte Pfarrkirche aber steht noch. In ihr wurden kürzlich frühe Decken- und Wandgemälde freigelegt.
> Historisch besonders wertvoll und sehenswert ist die rekonstruierte Villa rustica auf der anderen Moselseite. Über 35 Räume hat dieser römische Gutshof in seiner besten Zeit gehabt, und er beeindruckt den Besucher noch heute. Bereits die Römer wussten die angenehmen Seiten des Landlebens zu schätzen und erholten sich in ihren prächtigen Landvillen vom Alltagsstress der nahen Großstadt Augusta Treverorum, dem römischen Trier, das bereits damals mehr als 100.000 Einwohner zählte.

Geplanter Verlauf:
08:30 Uhr   Abfahrt in Kusel, Marktwiese
10:30 Uhr   Führung in der Ausstellung  
                   „Der Untergang des
                   Römischen Reiches“
                   Rheinisches       
                   Landesmuseum (Dauer: 1 h)
12:00 Uhr   Führung in der Ausstellung
                   „Im Zeichen des Kreuzes…“
                   Museum am Dom (1 h)
13:15 Uhr   Führung in der Ausstellung
                   „Das Erbe Roms“
                   Stadtmuseum Simeonstift
                   (Dauer: 1 h )
15:45 Uhr   Weiterfahrt nach Mehring zur
                   Besichtigung der Villa Rustica
17:30 Uhr   Restaurant "Moseltal"
19:30 Uhr    Rückfahrt nach Kusel
21:00 Uhr    Ankunft in Kusel





1 Tag, 24.09.2022
Samstag, 10:00 - 17:30 Uhr, 120 Min. Pause
1 Termin(e)
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Gebühr:
67,00

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