Südwestdeutschland und Schweden im 16. Und 17. Jahrhundert – Interesse am Norden und dynastische Verbindungen


Schon vor der Entdeckung Amerikas hatte sich allgemein ein Bedürfnis nach besserer Kenntnis der Welt gezeigt. Dem trug die Kosmographie des aus Ingelheim stammenden Sebastian Münster Rechnung, ein weit verbreitetes Werk, das seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zahlreiche Auflagen erlebte. Das Königreich Schweden fand darin besondere Aufmerksamkeit. Dort hatte sich 1523 Gustav Eriksson Vasa gegen das bis dahin übermächtige dänische Königtum zum ersten schwedischen Nationalkönig aufgeschwungen. Um sich im europäischen Hochadel bessere Anerkennung zu verschaffen, wurden Ehen geschlossen: 1562 die seiner Tochter Anna mit Georg Johann von Pfalz-Veldenz in Stockholm und 1579 die seines Sohnes Karl, seit 1604 König Karl IX., mit Kurprinzessin Maria in Heidelberg. Karls Tochter Katharina heiratete 1615 Johann Casimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg. Auf Karls prominenten Sohn Gustav II. Adolf folgten von 1654 bis 1718 Johann Casimirs drei Nachfahren Karl. X. bis Karl XII. als Könige von Schweden. Der Referent stellt die damit einhergehenden politischen und kulturellen Beziehungen anschaulich dar und schließt dabei auch die Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein.


1 Abend, 14.05.2020
Donnerstag, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
Prof. Dr. Volker Rödel
0.115
Burg Lichtenberg, Zehntscheune
kostenfrei
Belegung: